Reise-Update #1: Bali, Kuala Lumpur und Vietnam

img_0411Nach Ewigkeiten kommt nun auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir auf dem Blog. Teils hat mich die Internetverbindung im Stich gelassen, meist hatte ich aber einfach keine große Lust, in die Tasten zu hauen. Deswegen habe ich es einfach gelassen. Weil bestimmt niemand Freude an lustlosen Beiträgen hat. Gerade hat es mich aber wieder gepackt und ich möchte euch einen kleinen Einblick in die letzen 6 Wochen geben.

3 Monate Südostasien mit 18kg Gepäck. Ca. 3 kg davon haben meine Bücher für sich beansprucht. Ich weiß – unnötiges Gewicht, es gibt ja E-Reader, viele liest man eh nur einmal. Aber da war ich mal wieder stur, weil ich halt lieber ein Buch in der Hand halte. Geplant waren folgende Stops: Bali, Kuala Lumpur, Vietnam, Laos und Thailand. Viel sehen, aber doch auch mal faul am Strand liegen oder Stunden in schönen Cafes vertrödeln. Rucksack auf dem Rücken, aber doch kein typischer Backpacker-Urlaub mit Übernachtungen in Hostels. Ich weiß, Hostels sind in der Regel um einiges preiswerter und es gibt auch einige, die völlig in Ordnung sind, aber ich habe dann doch gerne einen kleinen Rückzugsort für mich alleine.

1. Station: Bali

Ich habe im vorhinein so viel über Bali gehört und gelesen, dass für mich Bali ziemlich schnell als Reiseziel feststand. Aber ich habe es mir doch irgendwie anders vorgestellt. Schönere Strände und schönere Städte. Trotzdem hat es mir gut gefallen. Startpunkt war Canggu, Surfer-Paradies und Heimat einiger hipper Cafes. Was veganes Essen angeht, findet man auf Bali wirklich alles, was das Herz begehrt. Ich habe dort so gut und lecker gegessen! Canggu und die nähere Umgebung kann man leider nicht so gut zu Fuß erkunden, so dass man in der Regel auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen ist. Auf Bali kann man an jeder Ecke Roller ausleihen. Wenn man, wie ich, ein bisschen Schiss hat und auf Nummer sicher gehen will, kann man sich den Roller über Bali Bike Rental ausleihen. Da kostet das ganze fast doppelt so viel, aber man hat eine Versicherung mit drin, der Roller wird geliefert und wieder abgeholt und es werden Vorher-Nachher-Fotos gemacht. Vielleicht total übertrieben, aber der Straßenverkehr auf Bali hat mich erstmal aus den Latschen gehauen. Regeln gibt es eigentlich keine, es wird einfach gefahren und gehupt. Trotzdem klappt es irgendwie. Rund um Canggu gibt es ein paar Strände, die vor allem bei Surfern sehr beliebt sind. Wirklich gut gefallen haben sie mir leider nicht. Wer Traumstrände sucht, ist da an der falschen Adresse. Auf so gut wie jedem Strand auf Bali lag leider unglaublich viel Plastikmüll. Teilweise musste man sich seinen Weg ins Wasser durch Unmengen an Chipstüten und Joghurtbechern bahnen. Das hat mir nochmal vor Augen geführt, wie wichtig es ist, seinen Plastikverbrauch zu hinterfragen. Auf Bali gibt es einige Cafes, die sich dem Thema angenommen haben und versuchen, weniger Müll zu produzieren. In fast allen Cafes, in denen ich war, wurde z.B. auf Plastiktrinkhalme verzichtet. Stattdessen gab es welche aus Metall, Glas oder Bambus. Nach Canggu ging es nach Ubud. Ubud hat mir wirklich gut gefallen und den Ort selbst kann man einfach zu Fuß erkunden. Von dort aus kann man einige Ausflüge in die nähere Umgebung machen, wie z.B. zum Tegenungan Wasserfall und den Tegalalang Reisterrassen, die wirklich schön, aber leider unglaublich überlaufen sind. Im Ort selbst gibt es auch einige Agenturen, mit denen man Trekking- oder Biking-Ausflüge unternehmen kann. Ich habe eine Downhill-Biking-Tour durch die Umgebung von Ubud gemacht. Durch Dörfer und die unglaublich schöne, grüne Landschaft. Und zum Glück war es wirklich ‚Downhill‘, weil bei der Hitze mein Kreislauf keine anstrengenden, körperlichen Aktivitäten mitgemacht hätte. Letzter Stop auf Bali war die Bukit-Halbinsel. Hier findet man definitv schönere Strände. Gut gefallen haben mir Bingin Beach und Nyang Nyang Beach. Bingin Beach ist eher touristisch mit einigen Strandbars, während man am Nyang Nyang Beach kaum einer Menschenseele begegnet. Bingin Beach erreicht man über einige Treppenstufen. Nach dem Aufstieg hat man sein Sportprogramm erledigt. Der Ab- und Aufstieg zum Nyang Nyang Beach ist allerdings noch abenteuerlicher. Keine Treppen, sondern lediglich ein steiler Schotterweg. Aber die Anstrengung lohnt sich. Nach 3 Wochen hieß es Tschüss Bali…

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2. Station: Kuala Lumpur

… und Hallo Kuala Lumpur. 5 Tage in der Metropole waren geplant und haben auch gereicht. Ich habe mich dort nicht besonders wohl gefühlt. Eine Mall reiht sich an die nächste, Hochhaus neben Hochhaus. Zu Fuß ließ sich die Stadt leider auch nicht wirklich gut erkunden, so dass man auf Bahn und Taxi angewiesen war. Allerdings hatte die Air Bnb-Unterkunft, natürlich in einem Hochhaus, ein paar feine Vorteile. Vorteil Nr. 1: der einmalige Ausblick. Das Gebäude war mit einem Pool im 32. Stock ausgestattet, von dem man einen tollen Ausblick auf Kuala Lumpur hatte. Vorteil Nr. 2: endlich mal wieder selber etwas kochen. Ich bin im Supermarkt auch ein klein wenig ausgerastet. Nach den 5 Tagen ging es weiter nach Vietnam.

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3. Station: Vietnam

Startpunkt in Vietnam war Hanoi. Ich habe den Straßenverkehr auf Bali schon für sehr abenteuerlich gehalten, aber Vietnam hat echt noch einen drauf gesetzt. Am Straßenrand stehen und warten, bis sich mal weniger Roller und Autos durch die engen Straßen der Altstadt schlängeln oder bis jemand für einen hält, ist nicht. Sonst braucht man, wie ich, erstmal 15 Minuten, um eine Straße zu überqueren. ‚Einfach laufen, Augenkontakt mit den anrollenden Roller- und Autofahrern halten und bloß nicht hastig rennen!‘, wird einem im Hotel mit auf den Weg gegeben. Leichter gesagt, als getan. Hanoi hat mir gut gefallen. Endlich wieder eine Stadt, in der man gut zu Fuß von A nach B kommt. Leider habe ich in ganz Vietnam nicht besonders viele und meiner Meinung nach auch nicht besonders leckere vegane Restaurants entdeckt. Sehr viele Gerichte, die ich in vietnamesischen Restaurants gegessen habe, waren sehr, sehr fettig und auch die Spring Rolls, die ich eigentlich sehr gerne esse, haben mir nicht so gut geschmeckt. Von Hanoi aus ging es für 2 Tage in die Halong Bucht. Auch, wenn dort einige Touristen sind, ist es definitv einer der schönsten Orte, die ich je gesehen habe. Mit dem Kayak in der Halong Bucht rumschippern, während die Sonne untergeht, ist zwar eine nasse Angelegenheit, aber wirklich wunderschön. Zurück in Hanoi ging es schließlich mit dem Nachtzug in die Kaiserstadt Hue. Die Zugfahrt war ziemlich holprig und zwischendurch hatte man das Gefühl, der Zug wäre entgleist. Aber ein paar Stunden Schlaf habe ich trotzdem gefunden und außerdem ein sehr nettes, älteres Ehepaar aus der Schweiz kennengelernt. In Hue habe ich mich nicht besonders wohl gefühlt und war froh, dass es nach 2 Tagen mit dem Zug weiter nach Danang und von da aus nach Hoi An ging. Unglaublich touristisch, aber trotzdem hat die kleine Stadt mit den Laternen was. Im Dunkeln sieht das Ganze wirklich etwas wie im Märchen aus und ich werde die bunten Lichter zuhause bestimmt vermissen. Letzter Stop in Vietnam: Ho Chi Minh Stadt. Dort hat es mir leider gar nicht gefallen. Viel zu wuselig und groß, nicht wirklich schön, so dass ich dort die meiste Zeit im Cafe gesessen habe, wo ich übrigens großer Fan von Kaffee mit Kokosmilch geworden bin. Nach zwei schönen Wochen in Vietnam war es Zeit sich zu verabschieden.

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